Selbstdarstellung

Die Deutsche Transplantationsgesellschaft e.V. (DTG) ist eine wissenschaftliche Gesellschaft mit Mitgliedern der Fachgebiete Chirurgie, Innere Medizin, Urologie, Anästhesie, Immunologie, Koordinatoren und anderen Personen, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Transplantationsmedizin in Deutschland in organisatorischer, klinischer und wissenschaftlicher Hinsicht zu fördern. Ihr Beirat beschäftigt sich mit der Weiterentwicklung einzelner Transplantationsverfahren, der Immunologie, Gewebetypisierung und Xenotransplantation. In die Gesellschaft integriert, ist die Versammlung der Vertreter aller deutschen Transplantationsprogramme (VVTxP).

Die Deutsche Transplantationsgesellschaft stellt die Verbindung her zur Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) - verantwortlich für die Organspende -, zu Eurotransplant (ET) - verantwortlich für die Organvermittlung -, zur Bundesärztekammer, zu Patientenverbänden sowie zu vielen internationalen Fachgesellschaften.

Die Anfänge der Transplantationsmedizin in Deutschland waren geprägt von der Initiative einzelner Transplantationsmediziner, die, ermutigt durch Erfolge bei Transplantationen in den USA und in Frankreich, auch für die Bundesrepublik Transplantationsprogramme aufgebaut haben. Denn mehr als in anderen Bereichen der Medizin ist die Transplantationsmedizin abhängig von einer intensiven Kooperation verschiedener Fachdisziplinen.

Von Anfang an war deutlich, dass die Organspende eine besondere Bedeutung für den Bereich der Transplantationsmedizin hat und, unabhängig von einer möglichen Steigerung der Organspendezahlen, der Bedarf nicht gedeckt werden könnte. Aufgrund der immunologischen Disparitäten zwischen Spender und Empfänger ergab sich auch die Notwendigkeit des Austausches von Organen über Nationengrenzen hinweg, um den jeweils passendsten Empfänger zu erreichen. Deshalb haben sich die deutschen Transplantationseinrichtungen an das entstehende Organverteilungssystem von Eurotransplant International Foundation im holländischen Leiden angeschlossen.

Koordiniert werden die vielfältigen Aufgaben von der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Transplantationszentren, die Rudolf Pichlmayr gegründet hat und die als Vertretung aller nach dem Transplantationsgesetz zugelassenen Transplantationsprogrammen legitimiert ist. Neben der fachlichen Beratung beschäftigt sie sich auch mit Fragen der Hirntodfeststellung sowie mit rechtlichen Problemen der Organzuteilung. Als Ende der 80er-Jahre die wissenschaftlichen Fragen in den Vordergrund traten, ergriff Rudolf Pichlmayr erneut die Initiative und rief im Jahr 1992 die DTG als wissenschaftliche Gesellschaft ins Leben.

Seitdem hat sie jedes Jahr Kongresse organisiert, die sich durch ein hohes wissenschaftliches Niveau auszeichnen. Heute ist die Deutsche Transplantationsgesellschaft die führende wissenschaftliche, auf Transplantationsfragen orientierte Gesellschaft in Deutschland. Sie übernimmt außerdem die Schirmherrschaft für wissenschaftliche Workshops und Tagungen. Sie ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) und steht darüber hinaus als kompetenter Ansprechpartner in allen Fragen der Transplantationsmedizin zur Verfügung, immer mit dem Ziel, die wissenschaftliche Entwicklung der Transplantationsmedizin zu fördern, klinische Organtransplantationen zu ermöglichen und die Transplantationserfolge langfristig und nachhaltig zu verbessern.